Ob Brand oder Diebstahl: Die richtige Golfversicherung erspart Ihnen Kopfschmerzen!

Immer wieder sorgen Brände in Caddyräumen, unter anderem ausgelöst durch schadhafte Batterien, und nun auch vermehrt dreiste Diebstähle am Golfplatz für Verunsicherung bei Clubs und GolferInnen. Wir haben Versicherungsfachmann Reinhard Adler (www.golfversicherung.at) dazu interviewt.

SimplyGOLF: Fast jedes Jahr hört man, dass irgendwo eine Caddyraum durch einen Brand Schaden genommen hat oder ganz abgebrannt ist. Die Verunsicherung, wer dann am Ende wofür haftet, was versichert ist und was nicht, ist groß. Kann man das Thema ein wenig entwirren?

Reinhard Adler: Es ist aktuell tatsächlich viel Verwirrung im Spiel. Das führt so weit, dass manche Clubs mittlerweile ihren Mitgliedern verbieten, die Batterie ihres E-Trolleys in der extra angemieteten Caddybox aufzuladen. Tatsächlich ist ein Brandschaden für den Club durch die Betriebsversicherung gedeckt. Der Inhalt der Caddybox ist in den meisten Clubs jedoch nicht versichert.

SimplyGOLF: Woran liegt dieser Umstand?

Reinhard Adler: Fälschlicherweise besteht oft die Annahme, dass mit der Miete, die man dem Club für die Caddybox zahlt, auch der Inhalt mitversichert ist. Das ist aber weder im Brandfall noch bei Diebstahl der Fall. Deshalb sollte man jedenfalls Vorsorge treffen, und seine Golf-Utensilien versichern. Da hängt es von der jeweiligen Versicherungssumme ab, was ersetzt wird.

SimplyGOLF: Gibt es eine Faustregel, zu welcher Versicherungsvariante man greifen soll, wenn es um das eigene Golfequipment geht?

Reinhard Adler: Eigentlich ist das ganz einfach: Je teurer die Ausrüstung ist, desto schlauer ist es, zu einer entsprechend höheren Prämie zu greifen. Wenn man unsere XL-Versicherung wählt, ist man bis zu einer Summe von 3.000 Euro versichert. Dabei fallen 50 Prozent auf elektronische Geräte wie zum Beispiel ein E-Trolley oder ein Laser.

SimplyGOLF: Was heißt das konkret?

Reinhard Adler: Dass bei der XL-Versicherung zum Beispiel E-Trolleys bis maximal 1.500 Euro versichert sind. Der Rest der Summe entfällt auf Schläger und nicht elektronisches Equipment. Wer also ein E-Trolley im Wert von rund 5.000 Euro besitzt, sollte jedenfalls zu einer XXL-Versicherung greifen. Dann ist man gut abgesichert.

SimplyGOLF: Vermutlich gilt die Versicherung nicht nur für Brandfälle?

Reinhard Adler: Tatsächlich ist bei unserer Golfversicherung das Rundum-Sorglos-Paket dabei. Das Golf-Equipment ist tatsächlich weltweit gegen fast alle Eventualitäten versichert. Sogar gegen Diebstahl vor oder im Clubhaus, gegen Schlägerbruch und bei Problemen mit dem Golfbagtransport bei Fluglinien. Da werden die Kosten für Leihschläger je nach Versicherungsvariante ersetzt.

SimplyGOLF: Apropos: Das Thema „Diebstahl“ ist am Golfplatz immer präsenter. Man hört die ärgsten Geschichten und selbst der Golfverband hat zwischendurch vor dreisten Räubern auf den Golfplätzen gewarnt. Wie steht es da um den Versicherungsschutz?

Reinhard Adler: Wertgegenstände wie Brieftaschen, Schmuck oder Autoschlüssel sind in einer Golfversicherung nicht inkludiert. Schmuck und teure Uhren gehört aber ohnedies nicht ins Bag. Grundsätzlich ist oberste Vorsicht geboten, speziell, wenn man mit dem E-Cart unterwegs ist. Da sollte außer Golfbälle, Tees und Getränken nichts frei zugänglich herumliegen. Sollten Diebe aber den Laser oder Schläger entwenden, sind diese Schäden sehr wohl von unserer Golfversicherung gedeckt.